Baia´s Tsitska 2018

Baia Abuladze

26.20 34.93 pre litre

Description


Amphoren-Poesie
Die leichte Tsitska-Rebe wurde im Qvevri auf kachetische Weise ausgebaut und stellt alte Methoden spielerisch in Frage.
Quitte und Karamell treten dominant hervor, frische Vanille und reife Mandel klingen im Abgang leise und fein nach. Baias Wein zeigt eindrucksvoll, wie in Georgien vermehrt junge Winzerinnen das Winzer-Handwerk für sich entdecken und auf ihre Weise leben und interpretieren.


Grape variety: Tsitska

Wine type: Amber Wein

Vintage: 2018

Region: Obcha (Imereti)

Wine grower: Baia Abuladze

Alcoholic content: 13.5 % vol

Allergens: enthält Sulfite

Baia Abuladze


Die Weinberge auf dem fünf Hektar großen Familienbetrieb sind ein Gewirr aus Unkraut, Wildblumen und sich ausbreitenden Reben. Bienen summen und Ameisen huschen zwischen den Rebstöcken. Im Dorf Obcha, im Westen Georgiens gelegen, baut Baia Abuladze Wein in vierter Generation an. Die erst 26jährige Baia begann vor vier Jahren, zusammen mit ihren zwei Geschwistern mit der Herstellung ihres ersten eigenen Weins. Ihre Schwester Gvantsa (25) hat mittlerweile auch ihren ersten Wein kreiert, ihr Bruder Giorgi (20) studiert passenderweise Önologie. Obwohl sie also auf eine Menge Familienwissen und -tradition zurückgreifen kann, ist sie die erste, die ihren Wein professionell in Flaschen abfüllt und vermarktet. Sie ist damit Teil einer neuen Entwicklung in der georgischen Winzerwelt, in der zunehmend junge Winzerinnen das Handwerk ihrer Vorgeneration fortführen und erweitern. Da Baia auch medial auftritt und damit neue Zielgruppen erschließt, wurde sie von Forbes Anfang 2019 in der Liste der Art&Culture 30 Under 30 geführt.
Wir treffen sie auf ihrem Weingut, erwarten eine geltungsbewusste Jungunternehmerin und treffen auf eine unverhofft lebensfrohe, natürliche und bodenständige Winzerin, die einfach nur stolz auf ihre ländlichen Wurzeln ist: "Ich folge den alten traditionellen Methoden und Regeln. Sie wussten, was zu tun war und wie wichtig das Land ist. Wir haben keine spezielle Ausrüstung und andere Prozesse wie die Stabilisierung durch Zugabe von Chemikalien, auf die wir zurückgreifen könnten" sagt Baia, dessen Großvater ihr beibrachte, Weinreben richtig zu beschneiden und Trauben nach dem Mondzyklus zu pflücken, eine Praxis, die heute bei modernen, biodynamischen Winzern wieder üblich ist. m Boden in die Trauben zieht. In Baias Selbstverständnis sollte man die Natur selbst den größten Teil der Arbeit machen lassen, mit ihr und nicht gegen sie arbeiten. Sie düngt zum Beispiel nur mit Gülle und Traubenschalen und die Bewässerung des Weinbergs erfolgt nur mit gesammeltem Regenwasser. Baia Abuladze baut die vier für Imeretien authochtonen Sorten Tsitska, Tsolikouri, Krakhuna und Otskhanuri Sapere an. Sie produzierte 2018 7.500 Flaschen, von denen die meisten derzeit exportiert werden. Da die Nachfrage nach Baias Weinen international weiter wächst, sie aber auch möchte, dass ihre Weine lokal in Georgien getrunken werden, stellt sich die Frage, ob sie mit ihrem Weingut in diesem Maße selbst weiter wachsen kann. Gerne würde sie ihre Produktion auf bis 10.000 Flaschen steigern, solange sie dabei ihren Wurzeln treu bleiben kann…